Hotels und Unterkünfte in Australien
Australien ist ein eingespieltes Reiseland, entsprechend groß ist die Auswahl an Unterkünften. Von der einfachen Backpacker-Herberge bis zum Fünf-Sterne-Resort am Riff. Die Preise liegen insgesamt über dem, was man aus Südostasien gewohnt ist, dafür stimmt meist auch das, was man dafür bekommt.
Welche Unterkunftsarten gibt es?
Hotels findet man vor allem in den Städten und größeren Touristenorten, von der soliden Mittelklasse-Kette bis zum Luxushotel mit Hafenblick. In kleineren Orten und entlang der Highways sind Motels die Regel: unkompliziert, meist mit eigenem Parkplatz direkt vor der Tür, ideal für Autoreisende, die nur eine Nacht bleiben.
Hostels sind in ganz Australien verbreitet und keineswegs nur was für Backpacker im Zwanzigerjahre-Alter. Viele bieten neben Schlafsälen auch Doppelzimmer mit eigenem Bad. Gerade an der Ostküste, wo Rucksacktouristen seit Jahrzehnten unterwegs sind, ist die Qualität meist gut, es gibt aber auch klar in die Jahre gekommene Häuser.
Apartments und Serviced Apartments lohnen sich ab etwa drei Nächten, vor allem für Familien oder wenn man sich selbst verpflegen will – eigene Küche inklusive. In den Großstädten sind sie oft nicht teurer als ein Hotelzimmer, bieten aber deutlich mehr Platz.
Caravan Parks / Holiday Parks sind die australische Spielart des Campingplatzes: Stellplätze für Wohnmobile und Zelte, oft aber auch kleine Cabins oder Bungalows zum Mieten. Wer mit dem Camper unterwegs ist, kommt an ihnen kaum vorbei – dazu mehr im Artikel Mit dem Wohnmobil durch Australien.
Was kostet das?
Grobe Richtwerte für ein Doppelzimmer pro Nacht (Städte, mittlere Saison):
- Hostel/Schlafsaal-Bett: ab ca. 25–40 AUD
- Hostel-Doppelzimmer: ca. 80–120 AUD
- Motel/Budget-Hotel: ca. 100–160 AUD
- Mittelklasse-Hotel: ca. 160–280 AUD
- Gehobenes Hotel/Resort: ab ca. 300 AUD aufwärts
In Sydney und Melbourne liegt man tendenziell am oberen Ende dieser Spannen, in kleineren Städten und im Outback oft darunter, allerdings ist die Auswahl dort auch kleiner, was den Preisvorteil wieder auffrisst.
Wann buchen?
Die australischen Sommerferien (Weihnachten bis Ende Januar/Anfang Februar) sind Hochsaison im ganzen Land, Unterkünfte in beliebten Küstenorten sind dann Wochen im Voraus ausgebucht, die Preise ziehen spürbar an. Ähnliches gilt für Osterferien und lokale Schulferien, die sich je nach Bundesstaat unterscheiden.
Für die Hauptreiserouten (Ostküste, Uluru, Great Ocean Road) empfiehlt sich eine Buchung einige Wochen bis wenige Tage vor Ankunft – außerhalb der Ferienzeiten reicht das meist locker. Wer im Dezember/Januar unterwegs ist oder auf ein bestimmtes Hotel in einer kleinen Stadt festgelegt ist, bucht besser Monate im Voraus.
Stadt, Küste oder Outback?!
In den Großstädten ist die Auswahl riesig, dafür lohnt sich ein Preisvergleich zwischen Vierteln: Ein Zimmer etwas außerhalb des CBD ist oft deutlich günstiger und dank gutem Nahverkehr trotzdem schnell im Zentrum.
An beliebten Küstenabschnitten wie der Gold Coast oder rund um Cairns schwankt das Angebot stark mit der Saison. Hier zahlt sich frühes Buchen am meisten aus.
Im Outback sieht die Lage anders aus: Rund um Uluru oder in abgelegenen Orten gibt es oft nur eine Handvoll Unterkünfte, manchmal überhaupt nur eine. Wer dort übernachten will, sollte das fest einplanen und nicht auf Spontanbuchung vor Ort hoffen, denn die nächste Alternative kann leicht mehrere hundert Kilometer entfernt liegen.
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